Das Ziel klar vor Augen: Künstliche Intelligenz wird Fachleuten die Arbeit erleichtern

Potentiale der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz im Bereich Steuer“, eine Innovationsstudie von WTS zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Das Auto fährt Herrn Esterer autonom ins Büro, so dass er gleichzeitig über sein Smartphone in Echtzeit die Steuerlast in Indien abfragen kann. Dieses Szenario zeigt nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, den Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) aufweisen werden. Denn der Bereich Steuer bietet – gerade aufgrund seiner Komplexität – enormes Potential für KI.

Schon heute sind Computer in der Lage, komplexe Sachverhalte und umfangreiche Datenkonstellationen in Sekundenschnelle zu analysieren und teilweise
entscheidungsrelevante Informationen abzuleiten. Der nächste Schritt wird sein, dass vielschichtige, menschliche Analysefähigkeiten und kluge Entscheidungsprozesse immer effizienter nachgebildet werden können und KI-Systeme somit strategisches Denken erlernen – mit fulminanten Einsatzmöglichkeiten in Steuerberatung und -funktion. Wir von der WTS verstehen uns als Vorreiter und wollen schon heute die Weichen für die Zukunft stellen: Mit unserer Innovationsstudie „Potentiale der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz im Bereich Steuer“, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), gehen wir deshalb einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu innovativen KI-Steuerlösungen.

KI-Schlüsseltechnologien, Anwendungsszenarien und Prototypen

Im Rahmen der Studie werden KI-Schlüsseltechnologien identifiziert, deren Anwendung es ermöglicht, sowohl Standardaufgaben als auch anspruchsvollere
Tätigkeiten im Bereich Steuer zu unterstützen und zu automatisieren. Außerdem werden diese entscheidenden Technologien mit Blick auf ihre technische Reife
sowie wirtschaftlichen Auswirkungen hin untersucht und bewertet.

Dreistufiges Studienkonzept

In der ersten Stufe der Studie geht es ganz grundsätzlich um folgende Fragestellung: Welches Potential haben KI-Anwendungen im steuerlichen Kontext? Dies
umfasst insbesondere die Nutzungsmöglichkeiten von KI-Technologien für einzelne steuerliche Arbeitsfelder und Steuerarten.

In der zweiten Stufe liegt der Fokus auf speziellen Anwendungsszenarien bei den vier Studienpaten. Hierbei werden detaillierte Problemstellungen aus der Praxis dieser Unternehmen genauestens analysiert und mit Blick auf den konkreten Einsatz von KI-Technologien bewertet. In der letzten Stufe schließlich werden
verschiedene Prototypen in ausgewählten Einsatzfeldern implementiert, um anwendbare Lösungen für spezifische steuerliche Teilprobleme zu demonstrieren
und die identifizierten Potentiale zu veranschaulichen.

Geballte Kompetenz aus Wissenschaft und Industrie

Es beteiligen sich mehrere Fachbereiche des DFKI an der Studie, um die steuerlichen Tätigkeiten mit unterschiedlicher technologischer Expertise zu durchleuchten:
Das Institut für Wirtschaftsinformatik untersucht steuerintensive Prozesse mit Process- Mining-Verfahren. Auf diese Weise lassen sich Automatisierungs- und
Optimierungspotentiale aufdecken sowie Anomalien in Prozessen erkennen. Der Forschungsbereich Multilinguale Technologien befasst sich mit Fragestellungen
zur maschinellen Übersetzung von Steuertexten und erstellt sogenannte „Question & Answering“-Systeme im Steuerbereich. Welche Möglichkeiten einer intelligenten Nutzerinteraktion in einer Steuer-Software gibt es? Dies erforscht der Bereich Intelligente Benutzerschnittstellen. Steuerrelevante Informationen aufzubereiten und diese intelligent zu einer Wissensbasis zu verknüpfen, steht im Fachbereich Smarte Daten & Wissensdienste im Fokus.

Für die steuerliche Expertise ist die WTS mit Spezialisten aus verschiedenen Fachgebieten involviert, sodass unterschiedliche Problemstellungen aus den Bereichen Zoll, Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Corporate Tax und Transfer Pricing berücksichtigt werden können.

Vorstellung der Studienergebnisse

Die Studie wird im Herbst 2017 fertiggestellt. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung präsentieren das DFKI, die Unternehmenspaten und die WTS die
Ergebnisse am 13. Oktober in Berlin. Außerdem werden, begleitend zu den Studienresultaten, verschiedene Prototypen zur Demonstration möglicher zukünftiger
Anwendungsszenarien vorgestellt.

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Bei Interesse und für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Vanessa Just

Tel.: +49 89 28646-1063
vanessa.just@wts.de

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